Steuerwissen Deutschland

Wie hoch ist die Freigrenze bei Krypto in Deutschland?

Zuletzt geprüft: 15. August 2026
Private Veräußerungsgewinne mit Krypto fallen unter die Freigrenze des § 23 Abs. 3 EStG. Seit 2024 liegt sie bei 1.000 Euro im Kalenderjahr, bis 2023 bei 600 Euro. Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn des Jahres steuerpflichtig. Gewinne nach der Ein-Jahres-Frist zählen nicht mit.
Kurz die Fakten
Seit 20241.000 € im Kalenderjahr
Bis 2023600 €
ArtFreigrenze — Überschreiten macht alles steuerpflichtig

Freigrenze oder Freibetrag?

Bei einem Freibetrag bleibt der Teil unter der Grenze steuerfrei. Bei der Freigrenze kippt alles: 1.001 Euro Gewinn im Jahr machen auch die ersten 1.000 Euro steuerpflichtig. Deshalb lohnt sich das genaue Datum — und ein vollständiger Einstand.

Zählt jeder Coin extra?

Nein. Die Grenze gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte des Kalenderjahres zusammen, nicht pro Coin und nicht pro Börse. Was nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei ist, fällt nicht in die Freigrenze.

Häufige Fragen

Zählen Verluste gegen die Freigrenze?

Verluste aus privaten Veräußerungen mindern den Gewinn derselben Einkunftsart. Ob danach die Grenze noch gerissen wird, entscheidet der Saldo des Jahres.

Gilt die 1.000-Euro-Grenze auch für Staking?

Nein. Staking-Rewards sind regelmäßig sonstige Einkünfte mit einer eigenen 256-Euro-Grenze. Das ist nicht dieselbe Freigrenze wie bei Verkäufen.

Reicht ein Report ohne Kaufdaten, wenn ich unter 1.000 Euro liege?

Nein. Ohne Einstand weißt du nicht, ob du wirklich darunter liegst. Einstand 0 bläht den Gewinn künstlich auf.

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Dieser Guide strukturiert die Datenlage und die gängige deutsche Verwaltungspraxis. Er ist keine Steuerberatung. Die Einordnung im Einzelfall bleibt bei dir und deinem Steuerberater.

Erst die Historie, dann die Grenze prüfen

Importiere die Käufe und schließe Einstand 0. Danach siehst du, ob die Freigrenze greift — oder nur eine Lücke.

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